Fördermaßnahmen

Innovationsassistent

Die TDE Instruments GmbH führt vom 01.11.2018 bis 31.10.2020 die Entwicklungsmaßnahme „Weiterentwicklung der Automatisierungskomponenten der DGLX-Plattform“ im Programm "InnoExperts" der Sächsische Aufbaubank – Förderbank – durch.

Bei der DGLX-Plattform handelt es sich um ein vernetztes, modulares und programmierfähiges Messsystem für den Industrieeinsatz, insbesondere bei kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU). Den Ausgangspunkt für das Projekt stellt die bereits entwickelte DGLX-Messgeräte-plattform dar. Im aktuellen Zustand erfolgt die Programmierung und Konfiguration der Digalox-Plattform auf Basis der in C programmierten Firmware im Mikrocontroller des Hauptsystems bzw. der Kommunikationskarten. Dies bedeutet insbesondere, dass für jede Kundenanwendung die Firmware des Systems angepasst bzw. neu programmiert werden muss. Dies trifft auch für die vorhandene RS485 und CAN-Buskarte zu, hier müssen Kommunikationsprotokolle aufwändig, und für jeden Kunden neu, in C realisiert werden. Dieser zeitintensive Prozess soll optimiert werden, indem Erweiterungskarten in Betrieb genommen, Software ausgebaut und bestimmte Bausteine ausgetauscht werden.
Die Entwicklung und Fertigung der DGLX-Reihe findet am Standort Radebeul bei Dresden statt, wo zu diesem Zweck Anfang 2018 zwei neue Arbeitsplätze geschaffen wurden. Ein weiterer Arbeitsplatz wird nun für den Innovationsassistenten geschaffen, um die Weiterentwicklung der DGLX-Plattform umzusetzen.
Das Gesamtziel ist die Flexibilisierung der DGLX-Plattform, durch die es ermöglicht wird, kundenindividuelle Anwendungen zu realisieren, ohne die Firmware neu schreiben zu müssen. Somit können sowohl Zeit als auch Ressourcen gespart sowie maßgeschneiderte Lösungen für die Bedürfnisse unserer Kunden angeboten werden.

 

Digalox I 4.0

Gemeinsam mit der TDE Instruments GmbH führt die HTW Dresden vom 01.09.2018 bis 31.08.2019 das Projekt Digalox-I4.0 - "Erweiterung der DGLX-Messgeräteplattform um Kommunikationskomponenten für IoT- und Smarthome-taugliche Anwendungen" durch.

Das Projekt verfolgt die Zielstellung, die bereits am Markt verfügbare Digalox-Messgeräteplattform (DGLX) um austauschbare Kommunikationskomponenten und Integrationsmöglichkeiten für Industrie 4.0-taugliche Anwendungen zu erweitern. Bei der DGLX handelt es sich um ein vernetztes, modulares und programmierfähiges Messsystem für den Industrieeinsatz, welches insbesondere KMU adressiert. Auf Basis der angestrebten Projektergebnisse soll es zukünftig möglich sein, unterschiedliche Kommunikationstechnik, im Speziellen drahtlose Mesh-Funktechnologien zur Übertragung von Messwerten oder Steuerungs-/Regelungssignalen, anwendungs- und kundenspezifisch anzubieten und bei Bedarf auszutauschen. Darüber hinaus gilt es Lösungen zu erarbeiten, anhand derer sich die einzelnen Komponenten des Messsystems nach Möglichkeit selbst verwalten und automatisiert in bestehende Netzstrukturen, Plattformen und Anwendungen integrieren lassen, um den derzeit hohen Installations-, Konfigurations- und Wartungsaufwand zu reduzieren. Das Projekt wird im BMBF Programm I4KMU gefördert. Als I4KMU-Testumgebung unterstützt das Industrial IoT Testbed kleine und mittlere Unternehmen, indem sie ihre Industrie 4.0-Produkte und Komponenten sowie die zugehörigen digitalen Prozesse und vernetzten Geschäftsmodelle unter realistischen Bedingungen erproben können.

   

Redesign DPM72

Die TDE Instruments GmbH führt vom 10.09.2018 bis 15.11.2019 die Entwicklungsmaßnahme "Redesign DPM72“ im Programm "Innovationsprämie" der Sächsische Aufbaubank – Förderbank – durch.

Das DPM72 (Digalox®) wurde von der TDE Instruments GmbH über einen Zeitraum von drei Jahren in Eigenregie entwickelt und im Januar 2015 in drei Versionen (DPM72-AV, -AVP und -PP) auf den Markt gebracht. Das grafische Einbaumessgerät ist in seiner Form eine technische Neuheit: Das speziell angefertigte LCD-Grafikdisplay simuliert nicht nur eine analoge Zeigeranzeige, es ist darüber hinaus in der Lage, eine Vielzahl technischer Werte sowie Verlaufskurven und Diagramme anzuzeigen. Der Mikrochip speichert Messdaten während des Betriebs (solange Stromversorgung besteht) über einen Zeitraum von drei Minuten bis zu zwei Wochen. Die eigens entwickelte Software ermöglicht es dem Nutzer, das Gerät umfassend zu konfigurieren, sowie die gesammelten Daten am PC auszuwerten.
Das DPM72 wurde seit seiner Markteinführung konsequent weiterentwickelt. Bis Ende 2017 wurden  auch zwei weitere Geräteversionen entwickelt (-MP und -MPN), die mit neuen Funktionalitäten und neuer Ausstattung, u. a. einem farbigen Display, erweiterten Messfunktionen durch überarbeitete Software etc., versehen sind.
Das Redesign des DPM72-Messgerätes wird angestrebt, um die Qualität des Produktes nachhaltig zu erhöhen. Die kratzempfindliche Frontscheibe und der hohe Ausschuss bei der Bedruckung der Frontplatte sowie Staubeinschlüsse zwischen Frontteil und Displaymodul sollen beseitigt werden, da zu diesen Mängeln bereits Kundenbeschwerden vorliegen. Mittels einer optisch hochwertigeren Frontplatte kann die Produktqualität weiterhin enorm gesteigert werden. Durch die Modernisierung der rückseitigen Platine sollen Probleme mit dem bisherigen I/O-Expander behoben sowie die Schalteingänge gegen elektrostatische Entladung und externe Störeinflüsse abgesichert werden. Darüber hinaus sollen die DPM72 Messgeräte im Rahmen der Überarbeitung mit neuen Funktionen ausgestattet werden, z. B. die Nutzung eines Permanentspeichers für Datenerhalt (ohne Stromversorgung) und zeitbezogene Messfunktionen durch eine batteriegepufferte Echtzeituhr.